Sonntag, 19. Dezember 2010
Die S Zwölf bis nach Haus' fährt um zwanzig nach vier auf Gleis drei
Ja so wunderbar voll ist's hier drin, so zerquetscht fühlt sich's an
Es ist toll, wundervoll, s'gibt nichts Schön'res, jawohl! Welch ein Tag!
Nun ist es dran eine neue Idee zu zeig'n
Ohne auch jeglichen Plan, das Erfolgsrezept
361484163
Keinen Plan
Nur das ziehen des Traums
Ich
Bin der Träumer
Ich steu're den Traum des Lebens
Bis ans Ende
Ich,
Die Überheblichkeit
In Person
Ich bin mir nicht wirklich sicher bei dem ich geschrieben hab', darum bitte ich sie, den Blog nicht zu bewerten.
Sonntag, 12. Dezember 2010
1.
Das Kochrezept ist brilliant
Der Koch ist einfach genial
So manches Buch hab' ich von ihm
Obwohl er nur ein Brite ist
Die Küche Englands fand ich meist
Enttäuschend, miserabel, schlecht
Als wir in London waren, da
Ich konnt' es einfach nicht versteh'n
2.
Beim Kochen heute Nachmittag
Da hab' ich was probiert
Ein neues super Kochrezept
Von Jamie Oliver
So ungeniessbar, hässlich, doof
Normalerweise ist
Die Küche dort im Britenland
Es ist und bleibt ein Wahn
Sonntag, 5. Dezember 2010
Der Blog:
Schon wieder sitz' ich hier im Stuhle drin/
Der Blog war schlecht, so fing ich nochmals an.
Schon wieder bin ich hier/ im Stuhle drin
und schreib'/ der letzte Blog war nähmlich schlecht.
Die Schule:
Der Sinn der Schule liegt ja wohl darin/
Das Zeugs vesteh'n auch wenn es dir nichts bringt.
Auch wenn es dir nichts bringt/ lernen musst
du sowieso/ Das ist der Schule' Sinn
Das Problem:
Und dies' Problem ist oftmals angenehm/
In diesem Falle aber nicht so sehr.
Angenehm, so angenehm/ Mir scheint
es problematisch, schon/ Wieso?
Die Ironie:
Ironisch hab' ich das gemeint, sehr wohl/
So ist's halt eben wenn ich schreib', mein Herr
Der Wahnsinn ist ein Witz/ Man nennt es auch
die Ironie/ mein Schreibstil ist halt so.
Der Sinn:
Und irgendwie muss ich die Zeilen füll'n/
Egal ob's einen Sinn ergibt gen' End'.
Der Sinn ist scheissegal/ Ich muss ja nur
die Zeilen füll'n/ Dann bin ich endlich frei.
Sonntag, 28. November 2010
Gedicht
Sei stets nur grau und kalt, nur traurigkeit
Doch dieses Jahr ist's nicht gewöhnlich grau
Denn Heute schneit's seit Stunden, wie noch nie
Sofort ist's nicht mehr Herbst, nein Winterzeit
Die Weihnachtsbäume steh'n seit heut bereit
Der Wahnsinn der Natur des Menschen ist
Doch jedes Mal dasselbe, jedes Jahr
Wieso ich davon schreib', den Kopf zerbrech
Das weiss ich nicht genau, ist auch egal
Verstanden hab' ich's nie so richtig, nein
Und doch ist's so normal, 'ne Wichtigkeit
Ein Jeder träumt des Nachts und auch des Tags
Und hofft auf einmal auf ein weisses Fest
Sodass der Weihnachtsmann auch kommt zu ihm
Weiss Gott, ein Säckchen voll Geschenke bringt
Das Weihnachtsfieber ist doch nur ein Grund
Ein Grund, ein so wahrhaftig doofer Grund
Zum Saufen heutzutag' mit Freund und Frau
Den Sinn, es hat seit langer Zeit verlohr'n
Sonntag, 14. November 2010
Gedicht
Von Zeichen gefüllt
Mein Stift in der Hand
Im Kopf das Gehirn
'Ne Mischung aus Willen
Willen und Mühsal
Im Stuhle zu sitzen
Mir bleibt keine Wahl
Dies ist mein Stift
Kugelschreiber genannt
Von Zähnen zerbissen
Schreibt er schwarz auf weiss
Montag, 20. September 2010
Woche 4
Aber das ist eine andere Geschichte. Und was ich schreiben will, weiss ich immer noch nicht. Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass wir uns momentan in einer 'Übergangsphase' befinden. Wir sind eigentlich fertig mit den Vorbereitungen, haben jedoch noch nicht wirklich angefangen, mit der Reportage selbst. Morgen werde ich ein Interview mit meiner Mutter (Lehrerin) durchführen. Vermutlich werde ich es mit dem Handy aufnehmen, falls es der Lehrer sich anhören möchte. Jedenfalls bin ich gerade dabei, sinnvolle Fragen zusammenzustellen.
Mittlerweile sind wir, wie gesagt, ein bisschen in einem 'Tief', dass heisst, wir können nicht recht anfangen mit der Reportage, bevor wir mit den Interviews fertig sind. Klingt doch irgendwie logisch.
Der Plan für diese Woche sieht für diese Woche also so aus: Zuerst müssen wir möglichst schnell die Interviews fertigbringen, das Wichtigste herausholen und schliesslich den groben Plan für die Reportage erstellen, so dass wir nächste Woche genug Ziet, fürs Schreiben haben.
Montag, 13. September 2010
Arbeitsjournal: Woche 3
Wir haben uns lange Gedanken über Interviews gemacht. Was für Interviews? Wie viele? Wie lange? Mit wem? Wo? Dann trat das Problem mit dem zu grossen Thema auf. Jugendkriminalität. Ausländerkriminalität. Das ist eigentlich viel zu viel. Zuerst wollten wir ein Interview mit einem Gefängniswärter organisieren, aber die Idee schien mir öde. Also dachte ich, wir könnten uns näher zum 'Volk begeben'. zum Beispiel könnten wir in die Volksschule gehen und später in eine Privatschule gehen, die Unterschiede betrachten. Bis jetzt habe ich meine Mutter, die Englischlehrerin an der Volksschule (Unterstufe) ist, gefragt, ob sie ein kurzes Interview geben würde. Das Interview werde natürlich nicht ich selbst durchführen, sondern wahrscheinlich Raffaele. Ich will nicht, dass das Interview zu persönlich wird.
Mein Onkel ist Schulleiter einer Privatschule. Allenfalls könnte das auch noch spannend sein. Alex will ein Interview mit einer älteren Person organisieren, um die heutige Zeit mit der alten zu Vergleichen. Jedenfalls will ich, wie schon gesagt mehrere kleine Interviews verfassen.
Wir werden versuchen, das Thema noch mehr einzuschränken.
Unsere Ziele diese Woche: Fragen schreiben, Interviews planen bzw. durchführen, Thema weiter einschränken, Grobkonzept des Textes aufstellen.
Montag, 30. August 2010
Arbeitsjournal: Woche 1
Wo fange ich an? Oder besser wo fangen 'wir' an? Schliesslich bin ich nicht allein bei diesem Projekt. Mit in der Gruppe sind Raffaele und Alex. Als erstes kommt die Themenwahl. Wir wollten über Baustellen schreiben. Das Thema war jedoch nicht in der zweiten Auswahl. Also entschieden wir uns für 'Risse in der Stadt'. Was sind Risse? Nun ja, ehrlich gesagt tönt es nicht allzu spannend und das erste, was uns in den Sinn gekommen ist, war 'Kriminalität'. Na toll, tönt spannend! Und es hat natürchlich auch jeder schon darüber geschrieben. Und doch faszinierte mich das Thema, und zwar genau aus dem Grund. Jeder weiss davon, und doch weiss niemand etwas.
Also ging ich auf die Homepage der Stadtpolizei und versuchte mich ein wenig zu informieren. Gleichzeitig sucht auch Raffaele nach Informationen und Telefonnummern. Alex wird den Zeitplan organisieren. Wenn es uns gelingt, werden wir ein Gefängnis besuchen gehen. Die Hauptgründe der Häftlinge, aber auch das Alltagsleben herauszufinden, ist eines unserer Ziele. Wir wollen uns aber auch mit den Jugendlichen befassen und hoffen, dass wir auch noch auf andere spannende Punkte während des Prozesses stossen.
Einen 'Blick am Abend' durchblättern, eine völlig überdrehte Story lesen, sich dann darüber auslassen und meinen man wisse alles. Typisch schweizerisch, nicht? Nun, ich will und werde hoffentlich mehr darüber erfahren.
Samstag, 8. Mai 2010
Nathan der Weise: Leseeindruck
Anfangs konnte ich mich einfach nicht an die Sprache und den Schreibstil gewöhnen, konnte mich dann aber gut damit abfinden, weil 'Gedichtssprache' mich schon sehr fasziniert. Ich schreibe oft Songs und konnte lange überhaupt nicht gut Texten, was mir aber von Song zu Song einfacher fällt. Ich beginne immer mehr auch mich wirklich dafür zu interessieren.
Das ist der Punkt, der mir am besten gefallen hat beim Lesen vom 'Nathan der Weise'. Die Ausdrucksweise des Autors und wie er oft ein kleines Thema in einen elend langen Abschnitt verpackt und mit eigentlich 'sinnlosen' Aussagen umwickelt.
Ich war noch nie in einem richtigen Theater und konnte mir die Schauplätze, die Personen, die Szenen usw. sehr gut vorstellen.
Zum Glück kamen nicht viele verschiedene Personen vor, sodass man auch kapiert, was vor sich geht. Oftmals kommen in Büchern so viele Rollen vor, dass ich überhaupt nicht mehr weiss, wer wer ist und kann mich nicht mehr auf den eigentlichen Inhalt konzentrieren.
Für mich ist das Theaterstück vor allem eine Geschichte, die relativ unwichtig ist, um Lessings Auffassung der Religionen. Mir fehlt es in dem Buch ein wenig an einer 'guten Geschichte'. Ich denke das Buch ist vor allem auch speziell, weil es sozusagen die moderne Art von Sozialismus aufzeigt.
Ich persönlich lese lieber zuhause, weil ich sehr schlecht laut lesen kann. Meine Stimme tönt monoton und langsam, wenn ich etwas vorlesen muss. Ausserdem kann ich mich besser konzentrieren. Das einzige Problem ist, wirklich auch anfangen, zu lesen.
Sonntag, 18. April 2010
Werwolf
In den letzten beiden Deutschstunden spielten wir das Spiel 'Werwolf' und mussten uns zu gewissen Situationen Notizzen und Gedanken machen.
Wie dem auch sei, mir sind eher weniger spezielle Momente aufgefallen. Aber ich erinnere mich noch gut an das einzige Mal, in dem ich ein Werwolf war. Als ich die Augen öffnen musste, bemerkte ich, dass ich der einzige Werwolf. Ich dachte ich hätte keine Chance. Nun, ich soll ja nicht einfach die Situation erzählen, sondern auch etwas über das Rhetorische schreiben. Ich fragte mich, ob ich mich sehr ins Gespräch einmischen sollte oder nicht. Ich entschied mich für ein Mittelmass. Das funktioniert, indem man immer ein bisschen auf der Seite anderer Mitspielern ist und ihre Aussagen bestätigt, aber auch das nicht allzu auffällig.
So starben die Bürger nacheinander, Einer nach dem Anderen brachte sie sich gegenseitig um. Ich schliesse daraus, dass es auch ein Vorteil war, dass ich allein war. EIgentlich spielte ich den völligen Mitläufer. Schlussendlich starb ich, weil mein letztes Opfer der Jäger war: ein unverdienter Tod, nicht?
Natürlich ist es beim Diskutieren über zb. Politik anders. Das Verhalten und auch die Ziele. Was aber sehr entscheidend ist, ist wenn man auffällig ist, indem man viel diskutiert und seine Meinung fest vertritt, ist es nicht einfach zu 'bestehen'. Wenn man aber sich ein bisschen den Anderen anschliesst und alles bestätigt kann man sich gut über Wasser halten. Ich denke, das gilt grundsätzlich bei Diskussionen.
Sonntag, 28. März 2010
In
Ich schreibe also etwas über Johnny Cash der 'Man IN black'. Er ist grundsätzlich mein grösstes Idol, nicht nur musikalisch gesehen. Ich hörte von ihm zum ersten Mal als ich in Nashville TN war, seiner Heimatsstadt, vor 4 oder 5 Jahren. Richtig überzeugt war ich noch nicht zu dem Moment, aber ich las dann seine Lebensgeschichte, die ich sehr spannend empfand, aber am meisten faszinierte mich sein Wesen. Als sein Bruder, sein Vorbild, in jungem Alter starb, gab sein Vater ihm die Schuld. Das prägte J. R. Cash sein Leben lang. Nun, ich will eigentlich nicht seine Lebensgeschichte erzählen, sondern, was das alles mit mir zu tun hat.
Ich kleide mich meistens schwarz. Das hat grundsätzlich nicht damit zu tun, dass ich vorallem Rockmusik höre, sondern wegen Johnny Cash.
Man in black:
Well, you wonder why I always dress in black,
Why you never see bright colors on my back,
And why does my appearance seem to have a somber tone.
Well, there's a reason for the things that I have on.
I wear the black for the poor and the beaten down,
Livin' in the hopeless, hungry side of town,
I wear it for the prisoner who has long paid for his crime,
But is there because he's a victim of the times.
I wear the black for those who never read,
Or listened to the words that Jesus said,
About the road to happiness through love and charity,
Why, you'd think He's talking straight to you and me.
Well, we're doin' mighty fine, I do suppose,
In our streak of lightnin' cars and fancy clothes,
But just so we're reminded of the ones who are held back,
Up front there ought 'a be a Man In Black.
I wear it for the sick and lonely old,
For the reckless ones whose bad trip left them cold,
I wear the black in mournin' for the lives that could have been,
Each week we lose a hundred fine young men.
And, I wear it for the thousands who have died,
Believen' that the Lord was on their side,
I wear it for another hundred thousand who have died,
Believen' that we all were on their side.
Well, there's things that never will be right I know,
And things need changin' everywhere you go,
But 'til we start to make a move to make a few things right,
You'll never see me wear a suit of white.
Ah, I'd love to wear a rainbow every day,
And tell the world that everything's OK,
But I'll try to carry off a little darkness on my back,
'Till things are brighter, I'm the Man In Black.
Dieser Songtext finde ich einfach nur genial. Ich will diesen Mann nicht einfach nachahmen. Ich trug auch schon vorher schwarze Kleider. Jedoch gab es für mich so noch mehr Sinn.
Johnny Cash war immer bodenständig und nie überheblich. Das ist auch ein Punkt, der mich immer prägte. Ich versuche stets nicht zu stolz zu werden.
Vor ein paar Jahren ist auch noch der Film 'Walk The Line' rausgekommen, der sein Leben gut aufzeichnet. Ich denke, er wird viel zu oft nur als Musiker angesehen. Man sollte auch mehr auf ihn als Person achten, denn er hatte einen guten Willen. Ich hoffe sehr, dass Johnny einmal noch ernster genommen wird.
Ich hätte Johnny Cash kennengelernt, wäre ich 2 Jahre früher nach Amerika gereist. Ein Freund von mir war sein Nachbar und kannte ihn gut. Johnny Cash starb im Jahre 2003. Schade.
Donnerstag, 25. März 2010
Aufsatz 'Plagieren'
Der Tod - Das Ende
Ein leises Geräusch zieht mich aus dem unruhigen Schlummern. Letzte Nacht war ein Ringen mit dem Tod. Ich will mich strecken, krümme mich jedoch eher vor dem Schmerz. Mein Körper fühlt sich an wie von 1000 Pfeilen durchbohrt. Mein Schädel brummt, das Atmen fehlt mir schwer, kühler Schweiss tropft von meiner Stirn. Fieber. Langsam versuche ich meine Augen zu öffnen. Es funktioniert nicht. Stattdessen spüre ich ein derbes Brennen in den Augenhöhlen. Wo bin ich? Ich kann mich an nichts erinnern. Ich berühre kurz den Boden mit der Hand. Bei der Bewegung habe ich das Gefühl, in allen Ritzen des Handgelenk befindet sich vertrocknetes Blut. Der Boden fühlt sich uneben, feucht und kühl an. Ich sitze mit dem Rücken zu einer Wand. Ein kurzer Schauder überströmt mein Körper. Die feinen Häärchen auf meinem Arm stellen sich auf. Die feuchtkalte Umgebung ist nicht auszuhalten. Ich weiss weder wer ich bin, noch wo ich mich befinde. In meinem Gehirn befinden sich wirre Gedanken, die ich nicht ordnen kann. Ich höre ein leises Knarren einer Türe die aufgestossen wird und kurz darauf Schritte, die in meine Richtung kommen. Eine starke Hand packt mich an dem Arm und zieht mich hoch. Mir wird schlecht vor Schmerz. Mit einem Ruck schmeisst mich der Unbekannte auf seine Schulter. Er setzt sich in Bewegung. Ich frage ihn nach seinem Namen, kriege aber keine Antwort. Der Weg scheint mir eine Ewigkeit. Langsam höre ich zuerst leises Jubelgeschrei, das stetig lauter wird. Irgendwo in der Nähe muss sich eine grosse Gruppe Menschen befinden. Doch ich bin zu schwach, um mir weiter Gedanken darüber zu machen. Schliesslich stösst der Mann mit einem gewaltigen Tritt eine Türe auf und plötzlich bin ich von vielen Personen umgeben. Ich kann sie zwar nicht sehen, aber dem Lärm nach müssen es hunderte sein. Sie scheinen voller Freude zu schreien. Und was mich noch mehr verunsichert ist, dass der Jubel umso grösser wurde als der Namenlose und ich eintraten. Ich kann leider nicht einzelne Wörter aus dem Getümmel heraushören, aber mir scheint, dass mir die Leute nicht wohlgesinnt sind. Soviel bekomme ich noch mit. Wir gehen genau mitten durch die Menschen hindurch bis wir am Ende des Saales ankommen. Jedenfalls vermute ich das und ob es ein Saal ist, kann ich mit geschlossenen Augen nicht sehen. Ich werde wieder von der Schulter des Mannes heruntergezogen. Ich gebe nur ein kurzes Stöhnen von mir, als ich mit Gewalt auf einen Stuhl geschleudern werde. Hätte ich nicht ohnehin schon nichts gesehen, hätte ich gesagt, mir wäre schwarz vor den Augen geworden. Mit einem Mal beruhigen sich die Leute. Ich kann kaum lauschen, mein Kopf scheint zu pulsieren, jeder Teil meines Körpers, habe ich das Gefühl, fällt gleich ab. Vor Erschöpfung wäre ich fast vom Stuhl gefallen, aber eine eiserne Hand umfasst meine Schulter und drückt so fest zu, dass ich um ein Haar das Bewusstsein verliere.Ich versuche mich zusammenzureissen. Ich weiss noch immer nicht, warum ich hier bin. Eine Stimme durchbricht die Stille: 'Meine Volksgenossinnen und -genossen, auf wenige Stunden bin ich zu Euch gekommen, um in Eurer Mitte wieder die Erinnerung an einen Tag zu erleben, der für uns, für die Bewegung und damit für das ganze deutsche Volk von großer Bedeutung war.' Ich kenne diese Stimme. Aber woher? Irgendwo habe ich sie schon mal gehört. Obwohl ich mich nicht mehr erinnern kann wie die Person aussieht und was sie gemacht hat, fürchte ich mich davor. 'Es war ein schwerer Entschluss, den ich damals fassen musste und mit einer Reihe anderer Kameraden auch zur Durchführung brachte, ein schwerer Entschluss, der aber gewagt werden musste. Wir konnten uns doch nicht einfach unterkriegen lassen von diesen Bastarden aus dem Norden.', erschallte die Stimme erneut. Das Volk jubelte dem Redner zu, als wäre er ein Gott. Wer weiss? Ich glaube ja sowieso nichts mehr. Ich weiss weder was Fantasie, noch was Realität ist. Im Raum wird ohrenbetäubend geschrien, gestampft und geklatscht. Ich habe das Gefühl meine Trommelfelle platzen gleich. Der Sprecher fuhr krächzend fort: 'Aber der Grund warum wir eigentlich da sind ist dieser Rebell dort, der jämmerlich auf einem Stuhl sitzt. Führt ihn weg!' Mein Magen zieht sich zusammen, als diese Worte fallen. Ich spüre, wie sich alle Blicke auf mich wenden. Ich spüre den Hass in den Augen der Anwesenden. Zwei Männer befördern mich eine Treppe hinauf. Das Volk schreit wie wild: 'Tötet ihn! Tötet ihn!' Ich werde auf meine Knie gezwungen. Mein Haupt wird auf den Rand eines Holzbrettes gelegt.Ein Mann stellt sich neben mich. Ich kann seinen ruhigen Atem spüren. Mein Herz beginnt zu schlagen. Ich will doch nur noch wissen, wer ich bin. denke ich voller Verzweiflung, bevor alles zu einem Ende kommt. Die Lautstärke ist nun Unerträglich. Eine Axt, jedenfalls glaube ich, es ist eine Axt, wird hoch geschwungen. Und plötzlich erinnere ich mich. Mir fallen wie Schuppen von den Augen. Ich erinnere mich an den Auftrag der Nordstämme, die Untergrundorganisation NOHDLRI auszuspionieren. Ich erinnere mich an die Festnahme und an die Folter. Ich erinnere mich an die ausgerissenen Finger- und Zehennägel, an die tausend Nadeln in meinem Körper, an all die Knochenbrüche, an das glühende Eisen, das mir das Tageslicht nahm, an alle Peitschenhiebe und alle Fleischfetzen und alles Blut, das es mich gekostet hat, und an alle anderen brutalen Momente. Ich kann alles wieder glasklar vor mir sehen. Und beim Gedanken verdreifacht sich der Schmerz an den wunden Orten wieder. Ich sehe meine Familie vor mir, meine Frau und meine Kinder, die jetzt schon seit Monaten auf mich warten. Ich höre, wie die Schneide die Luft zertrennt und sich meinem Hals nähert. Ich bin ein Rebell und wenn ich dafür sterben muss. Es ist das Ende... das Ende... das E...
Sonntag, 14. März 2010
Axolotl Roadkill 2
Ich finde es ehrlich gesagt einfach nur lächerlich, dass man sich so über eine junge Autorin wie Helene Hegemann lustig macht und sie so in den Dreck zieht. Diese Leute sollen selbst mal ein Buch schreiben, das so bekannt wird, wie 'Axolotl Roadkill' Ich kann nicht bestreiten, dass sie 'speziell' ist oder , dass sie vieles abgeschrieben hat, aber es gibt einem nicht das Recht, sich so zu äussern. Erst recht nicht im Internet, nur weil man anonym bleiben kann.
Ich verstehe einfach nicht ganz, warum Helene die abgeschriebenen Textpassagen nicht markiert hat. Früher oder später musste es ja rauskommen. Vielleicht wollte sie das ja auch. Man kann berühmt werden durch 'schlechte' oder 'gute' Images. Zum Beispiel Lady Gaga, Paris Hilton oder auch viele andere Stars kommen immer wieder in die Schlagzeilen wegen ihren Skandalen. Man kann sagen, diese Leute sind einfach doof, aber es funktioniert. Alle kennen sie.
Ich könnte es mir gut vorstellen, dass Helene das alles wollte. Das wäre auch eine Erklärung, für ihr merkwürdiges Verhalten und ihre speziellen Aussagen. Das ist dann auch ein Weg um bekannt zu werden. Sie hat ihr Ziel jedenfalls erreicht, wenn es das war, was sie wollte.
Ich denke, dass sie viel geschickter vorging, als viele es denken.
Sonntag, 7. März 2010
Axolotl Roadkill
Von allen Büchern oder Texten, die ich bisher gelesen habe, ist keines auch nur ein wenig ähnlich wie 'Axolotl Roadkill', weder vom Inhalt, noch vom Schreibstil. Die 16 jährige Mifti geht seit einiger Zeit nicht mehr zur Schule. Ihre Eltern sind geschieden. Sie lebt mit ihrem Bruder und ihrer Schwester. Alle 3 leben nur für Partys, Drogen und Sex.
Ich finde es sehr gut, dass diese Themen mal angesprochen werden, anstatt man immer von der Realität wegschaut. Ich nehme an, dass es auch vielen Autoren peinlich ist oder sie zu wenig wissen über solche Szenen. Es ist sehr spannend und fesselnd geschrieben.
Mir gefällt der Schreibstil, auch wenn mal was Anderes ist, nicht wirklich. Mich stören die vielen englischen Begriffe, obwohl die Autorin ja recht hat, dass sie sich extrem mit der deutschen Sprache vermischen. Ich finde den Text viel zu unverständlich. Viele Textabschnitte habe ich überhaupt nicht kapiert. Man könnte sagen, das Buch sei zu 'aggressiv' geschrieben, was mich jetzt nicht gestört hat.
Wenn ich ein Buch auslesen würde, würde ich jedoch dieses Buch aber bestimmt nicht als 1. lesen.
