Sonntag, 28. März 2010

In

'In'? Was für eine Geschichte schreibt man mit dem Wort 'in'? Diese Frage stellte ich mir, als ich verwirrt ins Buch 'Die Zwerge' schaute. Ja gut, mir blieb sozusagen alles offen. Also dachte ich, worüber würde ich jetzt am liebsten schreiben.

Ich schreibe also etwas über Johnny Cash der 'Man IN black'. Er ist grundsätzlich mein grösstes Idol, nicht nur musikalisch gesehen. Ich hörte von ihm zum ersten Mal als ich in Nashville TN war, seiner Heimatsstadt, vor 4 oder 5 Jahren. Richtig überzeugt war ich noch nicht zu dem Moment, aber ich las dann seine Lebensgeschichte, die ich sehr spannend empfand, aber am meisten faszinierte mich sein Wesen. Als sein Bruder, sein Vorbild, in jungem Alter starb, gab sein Vater ihm die Schuld. Das prägte J. R. Cash sein Leben lang. Nun, ich will eigentlich nicht seine Lebensgeschichte erzählen, sondern, was das alles mit mir zu tun hat.

Ich kleide mich meistens schwarz. Das hat grundsätzlich nicht damit zu tun, dass ich vorallem Rockmusik höre, sondern wegen Johnny Cash.

Man in black:

Well, you wonder why I always dress in black,
Why you never see bright colors on my back,
And why does my appearance seem to have a somber tone.
Well, there's a reason for the things that I have on.

I wear the black for the poor and the beaten down,
Livin' in the hopeless, hungry side of town,
I wear it for the prisoner who has long paid for his crime,
But is there because he's a victim of the times.

I wear the black for those who never read,
Or listened to the words that Jesus said,
About the road to happiness through love and charity,
Why, you'd think He's talking straight to you and me.

Well, we're doin' mighty fine, I do suppose,
In our streak of lightnin' cars and fancy clothes,
But just so we're reminded of the ones who are held back,
Up front there ought 'a be a Man In Black.

I wear it for the sick and lonely old,
For the reckless ones whose bad trip left them cold,
I wear the black in mournin' for the lives that could have been,
Each week we lose a hundred fine young men.

And, I wear it for the thousands who have died,
Believen' that the Lord was on their side,
I wear it for another hundred thousand who have died,
Believen' that we all were on their side.

Well, there's things that never will be right I know,
And things need changin' everywhere you go,
But 'til we start to make a move to make a few things right,
You'll never see me wear a suit of white.

Ah, I'd love to wear a rainbow every day,
And tell the world that everything's OK,
But I'll try to carry off a little darkness on my back,
'Till things are brighter, I'm the Man In Black.


Dieser Songtext finde ich einfach nur genial. Ich will diesen Mann nicht einfach nachahmen. Ich trug auch schon vorher schwarze Kleider. Jedoch gab es für mich so noch mehr Sinn.

Johnny Cash war immer bodenständig und nie überheblich. Das ist auch ein Punkt, der mich immer prägte. Ich versuche stets nicht zu stolz zu werden.

Vor ein paar Jahren ist auch noch der Film 'Walk The Line' rausgekommen, der sein Leben gut aufzeichnet. Ich denke, er wird viel zu oft nur als Musiker angesehen. Man sollte auch mehr auf ihn als Person achten, denn er hatte einen guten Willen. Ich hoffe sehr, dass Johnny einmal noch ernster genommen wird.

Ich hätte Johnny Cash kennengelernt, wäre ich 2 Jahre früher nach Amerika gereist. Ein Freund von mir war sein Nachbar und kannte ihn gut. Johnny Cash starb im Jahre 2003. Schade.

Donnerstag, 25. März 2010

Quellen:

-Axolotl Roadkill (1. Seite von denen wir gelesen haben)
-Hitlerreden
1. http://georg-elser-arbeitskreis.de/texts/hitlerrede.htm
2. http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/hitler_silvester/index.html

Aufsatz 'Plagieren'

Der Tod - Das Ende



Ein leises Geräusch zieht mich aus dem unruhigen Schlummern. Letzte Nacht war ein Ringen mit dem Tod. Ich will mich strecken, krümme mich jedoch eher vor dem Schmerz. Mein Körper fühlt sich an wie von 1000 Pfeilen durchbohrt. Mein Schädel brummt, das Atmen fehlt mir schwer, kühler Schweiss tropft von meiner Stirn. Fieber. Langsam versuche ich meine Augen zu öffnen. Es funktioniert nicht. Stattdessen spüre ich ein derbes Brennen in den Augenhöhlen. Wo bin ich? Ich kann mich an nichts erinnern. Ich berühre kurz den Boden mit der Hand. Bei der Bewegung habe ich das Gefühl, in allen Ritzen des Handgelenk befindet sich vertrocknetes Blut. Der Boden fühlt sich uneben, feucht und kühl an. Ich sitze mit dem Rücken zu einer Wand. Ein kurzer Schauder überströmt mein Körper. Die feinen Häärchen auf meinem Arm stellen sich auf. Die feuchtkalte Umgebung ist nicht auszuhalten. Ich weiss weder wer ich bin, noch wo ich mich befinde. In meinem Gehirn befinden sich wirre Gedanken, die ich nicht ordnen kann. Ich höre ein leises Knarren einer Türe die aufgestossen wird und kurz darauf Schritte, die in meine Richtung kommen. Eine starke Hand packt mich an dem Arm und zieht mich hoch. Mir wird schlecht vor Schmerz. Mit einem Ruck schmeisst mich der Unbekannte auf seine Schulter. Er setzt sich in Bewegung. Ich frage ihn nach seinem Namen, kriege aber keine Antwort. Der Weg scheint mir eine Ewigkeit. Langsam höre ich zuerst leises Jubelgeschrei, das stetig lauter wird. Irgendwo in der Nähe muss sich eine grosse Gruppe Menschen befinden. Doch ich bin zu schwach, um mir weiter Gedanken darüber zu machen. Schliesslich stösst der Mann mit einem gewaltigen Tritt eine Türe auf und plötzlich bin ich von vielen Personen umgeben. Ich kann sie zwar nicht sehen, aber dem Lärm nach müssen es hunderte sein. Sie scheinen voller Freude zu schreien. Und was mich noch mehr verunsichert ist, dass der Jubel umso grösser wurde als der Namenlose und ich eintraten. Ich kann leider nicht einzelne Wörter aus dem Getümmel heraushören, aber mir scheint, dass mir die Leute nicht wohlgesinnt sind. Soviel bekomme ich noch mit. Wir gehen genau mitten durch die Menschen hindurch bis wir am Ende des Saales ankommen. Jedenfalls vermute ich das und ob es ein Saal ist, kann ich mit geschlossenen Augen nicht sehen. Ich werde wieder von der Schulter des Mannes heruntergezogen. Ich gebe nur ein kurzes Stöhnen von mir, als ich mit Gewalt auf einen Stuhl geschleudern werde. Hätte ich nicht ohnehin schon nichts gesehen, hätte ich gesagt, mir wäre schwarz vor den Augen geworden. Mit einem Mal beruhigen sich die Leute. Ich kann kaum lauschen, mein Kopf scheint zu pulsieren, jeder Teil meines Körpers, habe ich das Gefühl, fällt gleich ab. Vor Erschöpfung wäre ich fast vom Stuhl gefallen, aber eine eiserne Hand umfasst meine Schulter und drückt so fest zu, dass ich um ein Haar das Bewusstsein verliere.Ich versuche mich zusammenzureissen. Ich weiss noch immer nicht, warum ich hier bin. Eine Stimme durchbricht die Stille: 'Meine Volksgenossinnen und -genossen, auf wenige Stunden bin ich zu Euch gekommen, um in Eurer Mitte wieder die Erinnerung an einen Tag zu erleben, der für uns, für die Bewegung und damit für das ganze deutsche Volk von großer Bedeutung war.' Ich kenne diese Stimme. Aber woher? Irgendwo habe ich sie schon mal gehört. Obwohl ich mich nicht mehr erinnern kann wie die Person aussieht und was sie gemacht hat, fürchte ich mich davor. 'Es war ein schwerer Entschluss, den ich damals fassen musste und mit einer Reihe anderer Kameraden auch zur Durchführung brachte, ein schwerer Entschluss, der aber gewagt werden musste. Wir konnten uns doch nicht einfach unterkriegen lassen von diesen Bastarden aus dem Norden.', erschallte die Stimme erneut. Das Volk jubelte dem Redner zu, als wäre er ein Gott. Wer weiss? Ich glaube ja sowieso nichts mehr. Ich weiss weder was Fantasie, noch was Realität ist. Im Raum wird ohrenbetäubend geschrien, gestampft und geklatscht. Ich habe das Gefühl meine Trommelfelle platzen gleich. Der Sprecher fuhr krächzend fort: 'Aber der Grund warum wir eigentlich da sind ist dieser Rebell dort, der jämmerlich auf einem Stuhl sitzt. Führt ihn weg!' Mein Magen zieht sich zusammen, als diese Worte fallen. Ich spüre, wie sich alle Blicke auf mich wenden. Ich spüre den Hass in den Augen der Anwesenden. Zwei Männer befördern mich eine Treppe hinauf. Das Volk schreit wie wild: 'Tötet ihn! Tötet ihn!' Ich werde auf meine Knie gezwungen. Mein Haupt wird auf den Rand eines Holzbrettes gelegt.Ein Mann stellt sich neben mich. Ich kann seinen ruhigen Atem spüren. Mein Herz beginnt zu schlagen. Ich will doch nur noch wissen, wer ich bin. denke ich voller Verzweiflung, bevor alles zu einem Ende kommt. Die Lautstärke ist nun Unerträglich. Eine Axt, jedenfalls glaube ich, es ist eine Axt, wird hoch geschwungen. Und plötzlich erinnere ich mich. Mir fallen wie Schuppen von den Augen. Ich erinnere mich an den Auftrag der Nordstämme, die Untergrundorganisation NOHDLRI auszuspionieren. Ich erinnere mich an die Festnahme und an die Folter. Ich erinnere mich an die ausgerissenen Finger- und Zehennägel, an die tausend Nadeln in meinem Körper, an all die Knochenbrüche, an das glühende Eisen, das mir das Tageslicht nahm, an alle Peitschenhiebe und alle Fleischfetzen und alles Blut, das es mich gekostet hat, und an alle anderen brutalen Momente. Ich kann alles wieder glasklar vor mir sehen. Und beim Gedanken verdreifacht sich der Schmerz an den wunden Orten wieder. Ich sehe meine Familie vor mir, meine Frau und meine Kinder, die jetzt schon seit Monaten auf mich warten. Ich höre, wie die Schneide die Luft zertrennt und sich meinem Hals nähert. Ich bin ein Rebell und wenn ich dafür sterben muss. Es ist das Ende... das Ende... das E...

Sonntag, 14. März 2010

Axolotl Roadkill 2

Letzte Woche lasen wir in der Klasse Texte verschiedenen Medien, Interviews mit den Involvierten usw über den Fall 'Axolotl Roadkill'.
Ich finde es ehrlich gesagt einfach nur lächerlich, dass man sich so über eine junge Autorin wie Helene Hegemann lustig macht und sie so in den Dreck zieht. Diese Leute sollen selbst mal ein Buch schreiben, das so bekannt wird, wie 'Axolotl Roadkill' Ich kann nicht bestreiten, dass sie 'speziell' ist oder , dass sie vieles abgeschrieben hat, aber es gibt einem nicht das Recht, sich so zu äussern. Erst recht nicht im Internet, nur weil man anonym bleiben kann.
Ich verstehe einfach nicht ganz, warum Helene die abgeschriebenen Textpassagen nicht markiert hat. Früher oder später musste es ja rauskommen. Vielleicht wollte sie das ja auch. Man kann berühmt werden durch 'schlechte' oder 'gute' Images. Zum Beispiel Lady Gaga, Paris Hilton oder auch viele andere Stars kommen immer wieder in die Schlagzeilen wegen ihren Skandalen. Man kann sagen, diese Leute sind einfach doof, aber es funktioniert. Alle kennen sie.
Ich könnte es mir gut vorstellen, dass Helene das alles wollte. Das wäre auch eine Erklärung, für ihr merkwürdiges Verhalten und ihre speziellen Aussagen. Das ist dann auch ein Weg um bekannt zu werden. Sie hat ihr Ziel jedenfalls erreicht, wenn es das war, was sie wollte.
Ich denke, dass sie viel geschickter vorging, als viele es denken.

Sonntag, 7. März 2010

Axolotl Roadkill

Ein Buch wie kein Anderes. Anstatt erfundene oder veraltete Geschichten zu erzählen, zieht es Helene Hegemann vor im Buch 'Axolotl Roadkill' von Sex und Drogen zu berichten - ein sehr aktuelles Thema. Der extreme Schreibstil mit vielen Flüchen, viele davon Englisch, zieht den Leser sofort in die Geschichte rein.

Von allen Büchern oder Texten, die ich bisher gelesen habe, ist keines auch nur ein wenig ähnlich wie 'Axolotl Roadkill', weder vom Inhalt, noch vom Schreibstil. Die 16 jährige Mifti geht seit einiger Zeit nicht mehr zur Schule. Ihre Eltern sind geschieden. Sie lebt mit ihrem Bruder und ihrer Schwester. Alle 3 leben nur für Partys, Drogen und Sex.

Ich finde es sehr gut, dass diese Themen mal angesprochen werden, anstatt man immer von der Realität wegschaut. Ich nehme an, dass es auch vielen Autoren peinlich ist oder sie zu wenig wissen über solche Szenen. Es ist sehr spannend und fesselnd geschrieben.

Mir gefällt der Schreibstil, auch wenn mal was Anderes ist, nicht wirklich. Mich stören die vielen englischen Begriffe, obwohl die Autorin ja recht hat, dass sie sich extrem mit der deutschen Sprache vermischen. Ich finde den Text viel zu unverständlich. Viele Textabschnitte habe ich überhaupt nicht kapiert. Man könnte sagen, das Buch sei zu 'aggressiv' geschrieben, was mich jetzt nicht gestört hat.

Wenn ich ein Buch auslesen würde, würde ich jedoch dieses Buch aber bestimmt nicht als 1. lesen.