'Toll, ein neues Deutschprojekt! Eine reportage schreiben!', dachte ich mit verzogenem Mund. Ich werde wohl diese Trägheit nie los. Und Optimismus wäre erst recht eine schöne Vorstellung. Nun ja, ich bin es mir ja gewohnt. Einerseits freue ich mich, etwas neues zu lernen und selbstständig zu arbeiten, andererseits ist da immer diese Lustlosigkeit, vor allem bevor ich etwas beginne. Da gibt es nun mal keine andere Wahl als sich an die Arbeit zu machen.
Wo fange ich an? Oder besser wo fangen 'wir' an? Schliesslich bin ich nicht allein bei diesem Projekt. Mit in der Gruppe sind Raffaele und Alex. Als erstes kommt die Themenwahl. Wir wollten über Baustellen schreiben. Das Thema war jedoch nicht in der zweiten Auswahl. Also entschieden wir uns für 'Risse in der Stadt'. Was sind Risse? Nun ja, ehrlich gesagt tönt es nicht allzu spannend und das erste, was uns in den Sinn gekommen ist, war 'Kriminalität'. Na toll, tönt spannend! Und es hat natürchlich auch jeder schon darüber geschrieben. Und doch faszinierte mich das Thema, und zwar genau aus dem Grund. Jeder weiss davon, und doch weiss niemand etwas.
Also ging ich auf die Homepage der Stadtpolizei und versuchte mich ein wenig zu informieren. Gleichzeitig sucht auch Raffaele nach Informationen und Telefonnummern. Alex wird den Zeitplan organisieren. Wenn es uns gelingt, werden wir ein Gefängnis besuchen gehen. Die Hauptgründe der Häftlinge, aber auch das Alltagsleben herauszufinden, ist eines unserer Ziele. Wir wollen uns aber auch mit den Jugendlichen befassen und hoffen, dass wir auch noch auf andere spannende Punkte während des Prozesses stossen.
Einen 'Blick am Abend' durchblättern, eine völlig überdrehte Story lesen, sich dann darüber auslassen und meinen man wisse alles. Typisch schweizerisch, nicht? Nun, ich will und werde hoffentlich mehr darüber erfahren.
Montag, 30. August 2010
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